Kategorie: Fetzen

Und mit jedem Schritt sammelst du neue Steine. Glatt. Schräg. Spitz. Hinterlassen ihre Spuren, wie du deine. Stimmen im Hintergrund. Dein Blick sucht halt in bekannten Kannten, während rotes Licht dein Herz flutet.

Ein Rascheln unter den Füßen. Fehlender Halt. Der Blick zu dir gerichtet. Die Ränder verschwommen. Hier sind nur wir. Und es. Rauschen aus der Ferne. Wellen schlagen gegen die immer selbe Stelle. Tag und Nacht im Wechsel. Der Rahmen gleichgeblieben. Doch dazwischen ist alles bunt.

Du sitzt neben mir. Hast dich in deinem Lieblingspullover verschanzt. Meine Hand liegt auf deinem Knie und ich erzähle dir von meinen Träumen. Du hast danach gefragt. Aber nicht nach den großen Träumen mit Familie, Haus und Hund. Sondern den kleinen Groben. Die Nachts zu Besuch kommen. Gegen die Tür schlagen und sich hineindrängen. Ich erzähle dir davon und du hörst zu. Mehr brauche ich nicht.

Mit jedem geteilten Geheimnis streife ich eine schützende Schicht ab. Mag wieder spüren und gespürt werden.

Ich kann nicht mehr. Verschwinde langsam aus deinem Leben. War nie richtig da. Nur ein Schatten, hinter dem man sich verstecken konnte. Schaue dir ein letztes Mal hinterher. Während du schon grinsend woanders schläfst.

Das passt nicht in dein Leben. Ich passe nicht in dein Leben. Und so verschwinde ich. Sage nie wieder Hallo. Nur um nie wieder Tschüss sagen zu müssen.

Ich sage nie wieder Hallo, um nie wieder Tschüss sagen zu müssen.

Jeder Satz nur ein weiterer Versuch dich zu erreichen. Zu weit entfernt. Wir. Voneinander.

Wache ich morgens auf, liegst du oft neben mir. Die Sonne und ein Grinsen im Gesicht. Und drehe ich mich um, dann bist du weg. Deshalb bleibe ich liegen. Schaue dich an. Warte.

Liege im Bett. Fragen drücken mich tief ins Kissen. Lasse die letzten Wochen an mir vorbei ziehen – macht alles keinen Sinn. Nehme mir vor wieder mehr zu schreiben. Vielleicht hilft das Dinge zu ordnen. Oder einfach die Stille zu übertönen.