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In mir ist es still geworden. Ein leises Echo macht mir klar, wie groß der Raum war. Unser Raum. Gefüllt mit Erwartungen. Ängsten. Geheimnissen. Bekundungen. Jetzt alles leer gefegt. Fenster auf. Tür auf. Durchzug. Mit der letzten Melodie geht auch der Bass. Schatten eines jeden Satzes. Sitze mittendrin. Die Knie an mich gezogen. Zwischen müde und matt spüre ich ein Ziehen. Nach draußen, wo die Anderen lachen. 

Hat mich doch dein Lachen die letzten Monate rausgezogen. Quer durchs Land. Mit Sorgen an der Hand. Haben gezerrt und gemeckert. Sind erst still geworden, wenn die Tür hinter uns ins Schloss fiel. Die Decke uns unsichtbar werden ließ. Bis morgen früh findet uns hier keiner. 

Jetzt die Decke auf dem Fußboden. Ein Kissen. Mein Kopf. Daneben nur kleine Falten im Bettlaken. Haben jedes Wort gehört. Ich hab jedes Wort gehört. Aufgesaugt. Zehnmal in den letzten Tagen umdreht. Erkenne das große Ganze, auch wenn ich die kleinen Punkte lieber mochte. 

Raus hier. Augen weit geöffnet. Aufrecht in Richtung anderswo. Wie es mir geht fragen sie. Außen gut. Innen leer.

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